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Montag, 21. Mai 2012
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Der Meraner Höhenweg

Unterwegs auf dem wahrscheinlich schönsten Wanderweg der Alpen. Er trägt die Nummer 24, führt am Rand des Naturparks Texelgruppe entlang und umrundet auf einer Länge von rund 90 km die gleichnamige Texelgruppe.

Auf relativ gleich bleibender Höhe vermittelt er gewissermaßen zwischen dem Hochgebirgsklima der Texelgruppe und dem submediterranen Klima des Etschtales. Wie auf einer Aussichtsterrasse erblickt man von unterwegs den Vinschgau, das Meraner Becken, das Passeiertal, die Sarntaler, Stubaier und Ötztaler Alpen.

Bei schönem Wetter sind auch die Dolomiten, die Brenta-Gruppe und das Ortler-Massiv zum Greifen nahe. Die Gesamtstrecke des Höhenwegs umfasst rund 90 km und wird in eine Nord- und in eine Südumrundung unterteilt. Dadurch kann die Wanderung zu verschiedenen Jahreszeiten durchgeführt werden. Der Meraner Höhenweg ist im Allgemeinen von Ende Juni bis Oktober (je nach Schneefall) begehbar. Süd- und Ostteil sind zumeist ganzjährig schneefrei und eignen sich bestens für Tagesausflüge.

Der Meraner Höhenweg kann, je nach Kondition und verfügbarer Zeit, in verschiedene Tagesetappen unterteilt werden. Für die gesamte Umrundung der Texelgruppe auf dem Meraner Höhenweg sollten Sie ca. 5 bis 7 Tage einplanen. Die einzelnen Ausgangspunkte für eine Wanderung am Meraner Höhenweg können mit dem Linienbus, verschiedenen Shuttlediensten, dem Taxi oder dem PKW angefahren oder durch diverse Aufstiegsanlagen (Seilbahnen, Sessellifte...) erreicht werden.

 

Der gesamte Meraner Höhenweg ist durchgehend mit der Nummer 24, rot/weiß markiert. Alle ausgesetzten Passagen des Meraner Höhenweges sind mit Geländern, Leitern, Treppen oder Stahlseilen versehen. Obwohl die einzelnen Wegabschnitte großzügig mit Einkehrmöglichkeiten versehen sind, sollte man nicht vergessen, dass man im Gebirge, zum Teil im Hochgebirge unterwegs ist. Entsprechende Wanderausrüstung, gutes Schuhwerk, Wetterschutz und gute Kondition sind Mindestvoraussetzungen für die Begehung dieses einzigartigen Alpenweges! Außerdem sollten Sie sich auf jeden Fall vor dem Start mit entsprechendem Kartenmaterial ausrüsten. Verschiedene Wanderkarten zum Naturpark Texelgruppe und zum Meraner Höhenweg sowie eine Liste der Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke sind im Tourismusbüro Naturns erhältlich.

 

Bitte beachten Sie für Übernachtungen auf den Hütten unterwegs stets die Öffnungszeiten und die begrenzte Anzahl an Betten, weshalb eine telefonische Vorbestellung dringend anzuraten ist. Auf einigen Tagesetappen bieten sich zudem mehrere Übernachtungsmöglichkeiten an. Dadurch kann eine Teilstrecke je nach Belieben etwas länger oder kürzer werden. Informieren Sie sich jeweils bei den Hüttenwirten und Gastgebern über den Wegzustand und die vor Ihnen liegende Teilstrecke.

Die Südumrundung des Meraner Höhenweges beginnt in Ulfas (1.369 m) im hinteren Passeiertal. Über den einsam gelegenen Gögelehof gelangen Sie nach Christl - die prächtige Kulisse der Sarntaler Alpen immer im Blick. In gut 2,5 Stunden haben Sie dann Matatz (1.098 m) erreicht und kommen gerade richtig, um sich in einem der gemütlichen Gasthöfe zu stärken.

 

Über Magdfeld (1.147 m), Vernuer (1.100 m) und Longfall (1.075) führt der Weg weiter zu den Muthöfen (1.361 m), die am Steilhang unterhalb der Mutspitze kleben. Es folgt das auf 1.839 m gelegene Hochganghaus, der höchste Punkt der Südumrundung. Von hier geht es hinunter zur Gojener Alm (1.824 m) nach Nassereith, Giggelberg, Hochforch (1.555 m), Innerforch, Linthof, Kopfron (1.436m) bis nach Katharinaberg (1.245 m).

 

Wer den Meraner Höhenweg nordwärts umrunden will, wandert von Katharinaberg nach Nassereith (1.523 m) zum Vorderkaser (1.693 m) im Pfossental. In diesem ursprünglichen Tal sind sogar seltene Tier- und Pflanzenarten wie der Gletscherhahnenfuß, eine der höchsten Blütenpflanzen der Alpen, nichts Ungewöhnliches. Selbst der fast schon ausgestorbene Steinbock konnte erfolgreich wieder angesiedelt werden. Also: Fotoapparat nicht vergessen! Von der Rableid Alm wandern Sie zu dem im Jahr 1290 erstmals urkundlich erwähnten Eishof (2.069 m).

 

Die Dreitausender Texelspitze, Roteck, Hohe Weiße, Hohe Wilde und die Hintere Schwärze türmen sich hier zu einer atemberaubenden Kulisse auf. Nachdem Sie den noch einmal kräftig ansteigenden Weg hinauf zum Eisjöchl (2.908 m), dem höchsten Punkt des gesamten Höhenweges, gemeistert haben, geht es zur Stettinerhütte (2.875 m), von dort hinunter nach Pfelders und über Inner- und Außerhütt nach Ulfas. Auf dem gesamten Rundweg laden Gasthöfe, Schutzhütten und Jausenstationen zur Einkehr ein - viele bieten auch eine Übernachtungsmöglichkeit. Denn was wäre die schönste Wanderung ohne Bauernspeck, Almkäs, hausgemachte Knödel, Kaiserschmarrn oder einem frisch gebackenen Apfelstrudel...

 

Nützliche Telefonnummern:
Notruf
(24 h kostenlos) 118
Alpine Auskunft Bozen               0471 999 955         0471 999 955
Wetterdienst Bozen                   0471 270 555         0471 270 555 / 271 177

 

Wir wünschen Ihnen ein wunderschönes und einzigartiges Wandererlebnis auf dem Meraner Höhenweg!